FusionWarp · iPhone-Controller · Fassung 0.1

Das iPhone
ist der Controller.

Kein Menü, keine Tabs, keine Regler mit Zahlen. Drei Rillen laufen als Bahnen am Bildschirmrand entlang, sechs Pads füllen die Mitte — und wer tiefer will, schaltet auf das zweite Modul um und sät Effektpunkte in kreisende Rotoren. Was der Finger tut, steht eine Sekunde später an der Wand.

In Ausbau · Fassung 0.1 · beide Module laufen, der Feinschliff nicht
RAUM R1 · RUHE
SUCHE MAC …

Zwei Module

Eine Fläche, zwei Arten
sie zu spielen.

Der Knopf RINGE ⇄ ROTOR schaltet zwischen ihnen um. Beide schreiben in denselben Parameter-Bus, deshalb macht der Wechsel keinen Bildsprung — was gerade läuft, läuft weiter.

Modul 1

Ringe & Pads

Drei Rillen als verschachtelte Rechtecke am Bildschirmrand — jede rund 5 mm breit, jede mit einer eigenen Welt und einer eigenen Umlaufdauer. In der Mitte liegen die sechs Pads als 2×3-Raster, jedes mit einer kleinen Live-Vorschau.

  • MORPHDer Finger auf der Rille blendet stufenlos durch die zehn Zustände ihrer Welt — mit spürbarem Rastklick an jedem.
  • PUNKTELang drücken setzt einen Punkt in die Rille. Weiterziehen macht daraus einen Bogen mit Hüllkurve.
  • NADELBei PLAY läuft ein Tonabnehmer die Rille ab und löst jeden Punkt aus, an dem er vorbeikommt.
  • R1 R2 R3Umlaufdauer je Rille: 1 → 2 → 4 → 8 Takte. Lang drücken dreht die Laufrichtung um.
Modul 2

Rotor

Statt fester Bahnen: frei setzbare Drehzentren, deren Arme über die Fläche streichen. Punkte gehören keinem Rotor — wo sich zwei Reichweiten überlappen, feuern beide Arme denselben Punkt. Daraus entsteht der Polyrhythmus.

  • SÄENTippen setzt einen Punkt. Der frische Punkt feuert sofort einmal — man hört, was man pflanzt.
  • BLOBSZiehen macht aus dem Punkt eine Kapsel: die Strecke wird ihre Länge, das seitliche Wackeln ihre Breite. Der Arm steckt eine Weile darin.
  • STÄRKEDer Abstand vom Zentrum ist die Anschlagstärke — innen zart, außen volle Wucht.
  • PALETTEUnten die sechs Welten. Symbol tippen wählt die Welt, nochmal tippen schaltet den Zustand weiter.
Sechs Welten · sechzig Zustände

Zustände haben Namen,
keine Zahlen.

Ein Zustand ist kein einzelner Regler, sondern ein ganzer Satz Werte, die gemeinsam auf die Reise gehen. Der erste ist immer die Ruhe. Beim Morphen wird zwischen benachbarten Zuständen weich übergeblendet — auch über das Ende hinaus zurück zum Anfang. Der markierte Zustand ist der, den ein Pad-Anschlag feuert.

Gesten

Alles wird gespielt,
nichts wird eingestellt.

Es gibt keinen Knopf, den man sucht. Die Hand macht etwas, das Bild antwortet — und die Haptik gibt zurück, wo man gerade ist: der Zählimpuls sitzt auf der Ringnummer, die Schärfe wechselt je Rille, und bei 15 Impulsen pro Sekunde macht sie von allein zu.

Auf einer Rille entlangfahrenMorphen durch die zehn Zustände dieser Welt. An jedem rastet es hörbar ein.
Lang drücken · 0,4 sPunkt setzen — mit dem Zustand, der gerade an dieser Stelle liegt.
Nach dem Setzen weiterziehenAus dem Punkt wird ein Bogen: ein Aufbau über mehrere Takte.
Punkt antippenPunkt löschen. Bei Bögen: Hüllkurve wechseln — auf-ab, Rampe, Plateau, Sägezahn.
Punkt schiebenVerschiebt ihn in der Rille. Bei Bögen wird die Länge gezogen.
Pad anschlagenEffekt-Schlag. Die Auflagefläche des Fingers zählt: flacher tippen heißt stärker.
Pad gedrückt haltenSeine Welt liegt auf allen drei Rillen, solange der Finger bleibt.
Pad doppelt tippenEinrasten — der Effekt bleibt an, das Pad leuchtet.
Pad in eine Rille ziehenSein Schlag-Zustand wird dort zum Punkt.
Rille greifen während PLAYScratchen — der Finger übernimmt die Nadel.
Rotor: leere Fläche haltenNeues Drehzentrum. Auf einem Zentrum halten entfernt es wieder.
Rotor: Kreisrand ziehenZieht die Reichweite auf oder schrumpft sie.
SchüttelnMutieren: die Punkte rutschen im Sechzehntel-Raster, Rotorpunkte wackeln.
CLRAlles löschen — und /reset/all an den Mac.
Der Weg eines Fingers

Vom Griff bis an die Wand.

Der Orb findet den Mac von allein — kein Koppeln, keine IP eintippen. Und wenn niemand etwas tut, geht auch nichts über das Netz.

01 · Griff Finger auf der Bahn Die Bewegung wird relativ zum Aufsetzpunkt gelesen — es springt nichts, egal wo man landet.
02 · Bus Werte werden verrechnet Ring-Morph, eingerastete Pads, Punkte und Schläge treffen sich. Pro Adresse gewinnt der Wert mit dem größten Abstand vom Ruhewert.
03 · Funk OSC über UDP 9000 Gefunden per Bonjour als _fusionwarp._udp. 60 Durchläufe pro Sekunde, gesendet wird nur, was sich ändert.
04 · Bild FusionWarp am Mac Die Engine nimmt die Adressen entgegen, die sie ohnehin kennt — die Mac-Seite brauchte dafür keine einzige Änderung.
AdresseRuhewertwarum
/motion/rotation0,5bipolar — die Mitte ist Stillstand, nicht die Null
/motion/zoom0,5bipolar — darunter zieht es zusammen, darüber auseinander
/motion/speed0,31ergibt am Mac exakt Tempo 1,0
/warp/contrast0,333ergibt am Mac exakt Kontrast 1,0
/tunnel/shiftX · Y0,0Bereich −0,3 … 0,3, Mitte ist ungeschoben
Solo

Und wenn kein Mac da ist,
rechnet das iPhone selbst.

Ein Druck auf MAC → SOLO startet dieselbe FusionWarp-Engine im Telefon. Die Quelldateien liegen weiterhin im Mac-Projekt und werden nur referenziert, nicht kopiert — es ist wirklich dieselbe Engine, nicht eine Nachbildung. Die Steuerfläche wird dann durchsichtig und liegt über dem Bild, das sie erzeugt. Lang auf SOLO drücken öffnet die Materialwahl.

MITGELIEFERTEin eingebauter Clip, damit sofort etwas zu sehen ist.
KAMERADas Ultraweitwinkel zuerst — das ist das Fischauge aus dem Konzept.
FOTOSBis zu 40 Bilder oder Videos aus der Mediathek.
DATEIENEin eigener Ordner vom Telefon oder aus der Cloud.
Ehrlich gesagt

Was noch nicht da ist.

Fassung 0.1 spielt, aber sie ist nicht fertig. Das hier fehlt noch:

TASTENKombi-Befehle über die Lautstärketasten — dafür fehlt noch der Tastentest am Gerät. Einrasten geht bisher per Doppeltipp aufs Pad.
ZUORDNGEine feste Zuordnung Welt → Rille lässt sich noch nicht setzen. Die drei Welten stehen fest verdrahtet auf RAUM, LICHT und BRUCH; eine andere liegt nur auf, solange man ihr Pad hält.
BEWEGNGGyro, Werfen und Fangen, der Blackout beim Umdrehen.
TAKTDer Mac sendet /fw/beat, /fw/bpm und /fw/level noch nicht zurück — das Telefon wartet schon darauf. Bis die Zeilen drin sind, läuft der Tonabnehmer stur auf 120 BPM und die Rotorzentren pulsieren nicht mit.